Die Geschichte des Krugwiesen Hofes

Berlin im Jahr 2015

Das Gebäude Wartiner Str. 75 – 77 in 13057 Berlin

Die direkte Nachbarschaft des Gebäudes zu den „Falkenberger Krugwiesen“ inspirierte die Gründer des Konzeptes „Soziales Zentrum im Welsekietz“ zu der offiziellen Bennenung des Objektes als „Krugwiesen Hof“ . Das ist der Name, den das Haus heute trägt.

Ursprünglich Kindergarten vom „Berliner Typ“

Gebaut wurde das Gebäude als Kindertagesstätte im „Berliner Typ“ und ging im April 1989 in Betrieb. Bis zum Ende des Jahres 2003 wurde das Gebäude als öffentliche Kindertagesstätte betrieben. Dann wurde es wegen sinkender Nachfrage, wie viele andere Kita-Gebäude hier in Hohenschönhausen, von der Verwaltung des Jugendamts als Einsparungsmaßnahme aufgegeben.

Da seit dem Herbst 1991 der Abenteuerspielplatz des Trägers Kietz für Kids e.V. in der direkten Nachbarschaft (Wartiner Str. 79) entwickelt wurde, war naheliegend, dass eine Gemeinschaft von Trägern beim Bezirksamt um die Nachnutzung des Gebäudes vor stellig wurden. Dabei waren damals noch, neben dem eigenen Träger, der Lebensmut e.V., der Förderverein der Naturschutzstation Malchow e.V. u.a.

Nachnutzung und Umbau

Ab Mitte 2004 konnte der Träger Kietz für Kids e.V. auf der Grundlage eines Nutzungsvertrages mit dem Bezirksamt den Innenausbau des Gebäudes für andere Zielgruppen als Vorschulkinder in Angriff nehmen.

Die Verwüstungen im Inneren des Gebäudes waren nach der Freigabe des Gebäudes ab Anfang Januar 2004 doch erheblich. Alle Sanitärbereiche waren zerschlagen, viele Türen demoliert und Durchgänge zertrümmert, Brandabschnitte existierten nicht, keine einzige Brandschutztür war vorhanden, die E-Anlage entsprach nicht den Vorgaben, die Beleuchtung war zerstört usw.

Mit Unterstützung von Stiftungen und eigenen Aktivitäten wurde der Umbau mit erheblichem finanziellen und personellen Aufwand abgeschlossen. Auf dieser Grundlage konnte später ab dem 01.01.2006 ein Erbpachtvertrag mit dem Land Berlin abgeschlossen werden.

In einem weiteren Bauabschnitt wurden im Jahr 2008 mit Mitteln aus dem Fonds „Stadtumbau Ost“ das Dach, die Fenster und die Fassade erneuert bzw. gedämmt.

Erste Mitstreiter und Projekte

Zu den ersten Mitstreitern im Haus zählte:

Von Beginn an im Haus vertreten war auch das:

  • Projekt SHG Strandgut

Projekte des eigenen Trägers waren die:

  • Begegnungsstätte im Parterre
  • die Servicestation für das Haus
  • ein Projekt der Aktivierungshilfe für Jugendliche, das speziell auf die Belange von jungen arbeitslosen Müttern ausgerichtet war
  • ein Projekt der hinausreichenden Jugendsozialarbeit kurz USO genannt
  • ein spezielles zeitweiliges Projekt der „Lückekindarbeit“, das an USO angedockt war

Weiter Träger waren:

  • ein Projekt der sozialen Gruppenarbeit des AHB-Lichtenberg
  • ein Projekt des Frauen-Netzwerkes in Lichtenberg der „Courage e.V.“ und
  • ein Projekt des FAN, „Kiezmütter“ genannt, in Anlehnung an Neuköllner Modelle
  • der „Welsekieztreff “ des VaV (das einzige Projekt, dem jemals durch den Träger auf Grund von großen Differenzen in der inhaltlichen Ausrichtung gekündigt wurde)

Neuausrichtung der Bewirtschaftung

Nach der Entscheidung des Jugendamtes, das Projekt USO ab dem 01.01.2011 nicht mehr zu finanzieren, entschloss sich der Träger zu einer erneuten Konzeptänderung der Bewirtschaftung des Hauses. Der Träger beantragte Mittel beim Fonds „Stadtumbau Ost“ für den Ausbau von etwa 50% der Fläche zu einer Kita.

Nach vielen Wirrungen, Fehlinformationen und Fehldeutungen konnte der Umbau im September 2011 beginnen. Mit Kosten von etwa 400 T € war er im Januar 2012 abgeschlossen. Der Umbau der Küche erfolgte in Eigenfinanzierung.

Die Kita „Wiesenhüpper“ wurde am Freitag, den 13.01.12 durch die Kita-Aufsicht des Landes Berlin abgenommen und eröffnete am 16.01.2012 im Gebäudeteil Nr. 77 als Projekt der neu gegründeten KFK Kietz für Kids Kinderbetreung gGmbH für die ersten Kinder seine Pforten. (siehe www.wiesenhuepper.de)
Nach einem weiteren Ausbau der Fläche im Jahr 2012/13 können nun insgesamt 106 Plätze (vorher waren es nur 86 Plätze) für die Familien bereit gehalten werden. Die Kita verfügt über eine komplett eingerichtete und funktionierende Küche, das durch ein tolles Team bewirtschaftet wird.

Soziale Projekte im Krugwiesen Hof

Im Gebäudeteil Nr. 75 des Doppelhauses, was nun nach der Installierung der Kita tatsächlich wieder getrennt ist, arbeiten folgende Projekte:

  • die Begegnungsstätte mit einem Cafe und Räumen zur privaten Vermietung an den Wochenenden (Das Cafe wurde von den Courage e.V. erneuert und ständig den sich verändernden Bedingungen angepasst. Der Träger hat inzwischen seine Tätigkeit komplett eingestellt. Seit Oktober 2015 wird die Begegnungsstätte durch eigene Kräfte wieder bewirtschaftet.)
  • das Familienzentrum „Pusteblume“
  • stationäre Angebote zur Unterbringung von Kindern und Jugendlichen im 1. OG seit Mai 2017 und im 2.OG seit Juni 2016
  • die SHG „Strandgut“